
Status oder Fahrspaß? Was Du auf der Rennstrecke über Souveränität lernst
Status oder Fahrspaß? Was Du auf der Rennstrecke über Souveränität lernst
Freizeit ist wichtig. Aber noch wichtiger ist, was wir in dieser Freizeit über uns selbst lernen. Vor 30 Jahren stand ich das erste Mal als Zaungast beim 24h-Rennen an der Nordschleife und habe geträumt. Heute sitze ich selbst im Flitzer. Doch die wichtigste Lektion gab es nicht auf dem Siegertreppchen, sondern beim Mittagessen nach dem Rennen.
Schau Dir dieses Bild an. Kein Business-Outfit, kein gestelltes Verkaufsgespräch. Keine Arme, die für einen inszenierten Sieg nach oben gerissen werden. Nur ich, das Auto und die Strecke. Warum ist das für Dich als Entscheider relevant? Weil die Rennstrecke der ehrlichste Spiegel für Deinen Status ist.
Die drei Lektionen der „zweiten Reihe“
Auf der Rennstrecke lernst Du Dinge, die kein Management-Seminar vermittelt:
- Du gewinnst niemals gegen die Zeit: Viele Manager versuchen, alles zu kontrollieren. Doch gegen die Zeit hat es noch keiner geschafft. Souveränität bedeutet zu akzeptieren, wo Deine Grenzen liegen.
- Status frisst kein Benzin: Wenn die Handschuhfach-Klappe eines 911er GT3-RS mehr kostet als mein ganzes Auto, ist das ein Statement im Außen. Aber auf dem Asphalt zählt nicht der Preis des Ersatzteils, sondern wie Du die Kurve nimmst.
- Die Psychologie der Ausrede: Beim Mittagessen nach dem Turn kommt der Fahrer des „großen“ Boliden zu mir. Seine Reifen hätten „geschmiert“, nur deshalb hätte ich ihn überholen können. Er will sofort eine Revanche.
Meine Antwort? „Danke, nein. Ich habe Dich schon überholt, beim zweiten Mal wird’s langweilig.“
Porsche, Rolex und der Hunger nach mehr
Rolex am Handgelenk, Montblanc in der Tasche und der Zuffenhausener in der Garage – das verleiht Status im Außen. Das ist auch völlig in Ordnung. Aber hilft es Dir in dem Moment, in dem Dich ein kleiner 4-Zylinder auf der Strecke „abgeledert“ hat?
Im Gegenteil: Dein Ego schlägt Alarm. Die Schmach brennt. Die logische Konsequenz für viele? Ein Auto mit noch mehr Leistung muss her, damit das nicht noch mal passiert. Das ist das Hamsterrad des Status: Du kaufst Leistung, um Souveränität zu simulieren, die Du innerlich (noch) nicht besitzt.
Locker durch die Hose atmen
Leute, es geht um den Spaß. Es geht um die Leidenschaft. Warum ist hier der zweite Platz (oder einfach nur der „Überholer“ aus der zweiten Reihe) besser als der Erste? Weil ich abends vor Lachen nicht in den Schlaf gekommen bin, während mein Gegenüber über seine Reifen gegrübelt hat.
Ein altes Sprichwort sagt: Wenn Du nicht schwimmen kannst, liegt es nicht an der Badehose. 😉
Wahre Instanz braucht keine Boliden, um sich wertvoll zu fühlen. Sie genießt das Spiel, egal in welcher Klasse sie antritt. Wenn Du lernst, Deinen Wert von Deinen Statussymbolen zu trennen, wirst Du nicht nur auf der Rennstrecke schneller – sondern im Business unantastbar.
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